Nach der jüngsten Sitzung des Göppinger Gemeinderats und der deutlichen Reaktionen aus Elternschaft und Schulleitungen möchten wir als SPD‑Fraktion unsere Position an dieser Stelle nochmals verdeutlichen. Wir haben uns die Entscheidung über unser Abstimmungsverhalten nicht leicht gemacht, über viele Wochen hinweg haben wir intensiv diskutiert, abgewogen und uns mit den finanziellen Rahmenbedingungen der Stadt auseinandergesetzt.
Klar ist: Die Stadt Göppingen hat den "Schwarzen Peter" vom Landkreis zugeschoben bekommen, denn die verschiedenen Stadträte des "bürgerlichen Blocks" und der AFD haben der Kürzung im Kreistag zugestimmt, im Gemeinderat wurde das von den betreffenden Mandatsträgern natürlich nicht thematisiert, das Ergebnis mit den sehr negativen finanziellen (und nach der Abstimmung nun auch strukturellen) Auswirkungen auf die Stadt Göppingen ist ihnen jetzt vielleicht doch ein wenig peinlich...
Trotz der angespannten Haushaltslage war für uns als SPD-Gemeinderatsfraktion jedoch klar: Die Schulsozialarbeit ist ein unverzichtbarer Bestandteil der Bildungs- und Präventionsarbeit in Göppingen. Sie stärkt Kinder und Jugendliche, unterstützt Familien und entlastet Schulen. Deshalb haben wir für den Erhalt der bisherigen Stellenzahl und damit für die weitere Unterstützung der freien Träger gestimmt.
Die SPD-Stadträtin Thea Stephan hat in der Sitzung noch einmal eindrücklich die Bedeutung der strukturellen und sozialen Arbeit hervorgehoben – und wir stehen als Fraktion geschlossen hinter dieser Einschätzung. Gerade in herausfordernden Zeiten (die leider eher noch herausfordernder werden) dürfen wir diejenigen nicht aus dem Blick verlieren, die auf Unterstützung angewiesen sind. Wir nehmen die Sorgen der Eltern und Schulen sehr ernst und setzen uns weiterhin dafür ein, dass die Schulsozialarbeit in Göppingen verlässlich und zukunftsfest bleibt.
Ihre SPD-Gemeinderatsfraktion